31.07.2008 - Lauterbacher Anzeiger
SPD-Bürgermeister-Kandidat absolvierte auf seiner Wahlkampftour mehrere Firmenbesuche
FREIENSTEINAU (rla). Zusammen mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Rüdiger Veit besuchte der Freiensteinauer Bürgermeisterkandidat Ulrich Höhn die Betriebe Fehl & Sohn, EWT-Ingenieure und Acti-Med AG, die Tischlerei Thomas Maul sowie das Seniorenheim Reul in Freiensteinau. Hierbei gab es neben den Diskussionen mit den Firmen-Inhabern auch häufig Gelegenheit zum Gespräch mit Mitarbeitern. Besonders beeindruckt war Rüdiger Veit, der den Altkreis Lauterbach neben seinem eigentlichen Wahlkreis Gießen-Alsfeld kommissarisch für die SPD mit betreut, von der innovativen Ausrichtung aller besuchten Gewerbebetriebe.Bei Fehl & Sohn, deren rund 100 Mitarbeiter bundesweit im Einsatz sind, imponierte besonders die konsequente Ausrichtung auf neue, energiesparende Technologien, die nunmehr vermehrt im Segment Fertighaus zum Einsatz kommen. Wie Geschäftsführer Oliver Fehl, der den Betrieb in der dritten Generation leitet, ausführte, werde in Zusammenarbeit mit dem Büro EWT-Ingenieure bereits
bei der Planung und Konzeptionierung von Bauvorhaben in die Wertschöpfungskette eingegriffen. Damit habe man einen bedeutenden Vorteil gegenüber dem Wettbewerb erringen können.
Das seit inzwischen fünf Jahre bestehende Ingenieurbüro EWT-Ingenieure begann seine Tätigkeit in den Bereichen Energie- und Wärme-Technik (EWT). Seit einiger Zeit hat man den Schwerpunkt auf intelligente Haus- und Versorgungstechnik und vor allem auf erneuerbare Energien gelegt, da hier ein zunehmender Trend erkannt wurde, der auch weiterhin Fahrt aufnimmt. Ein wenig unverständlich ist es daher für Prokurist Alexander Klein, dass der Vogelsbergkreis bisher noch keine Anfragen an dieses aufstrebende Büro gerichtet habe, obwohl bereits auch erfolgreich Projekte im öffentlichen Sektor umgesetzt worden seien.
Im Haus Acti-Med AG konnte man anschließend Medizintechnik auf höchstem Niveau erleben. Für einen Laien ist es kaum vorstellbar, wie zahlreich und streng die Kontrollen sind, denen nicht nur die Produkte aus dem Bereich medizinischer Bedarf, sondern auch die Betriebsabläufe und Produktionsstätten unterworfen sind. Vorstand Andreas Schwalb zeigte seinen Gästen bei einer Führung durch den Betrieb die wichtigsten Stationen der Entwicklung und der Produktion sowie der Arbeitsvorbereitung und Qualitätssicherung.
Hell und freundlich präsentierten sich nicht nur die Ausstellungsräume der Tischlerei Thomas Maul den Besuchern, sondern auch die Werkstatt. Sehr angetan waren Veit und Höhn neben der präzisen handwerklichen Qualität der Erzeugnisse und Ausstellungsstücke, die man zu sehen bekam, auch von der hochmodernen Ausstattung dieses Meisterbetriebes.
Elke Reul, die Leiterin des Seniorenheimes Reul, freute sich über den Besuch aus Berlin und fand in Rüdiger Veit einen kompetenten Diskussionspartner über die Schwierigkeiten, die die Gesundheitsreform inzwischen vor allem kleineren Einrichtungen dieser Art bereite. Die 24 Betten, die das Seniorenheim Reul anbieten könnte, seien eine kritische Größe.
Ullrich Höhn betonte, dass ihm ein sehr enger Kontakt zu den ortsansässigen Betrieben als möglicher neuer Bürgermeister äußerst wichtig sei, und kündigte an, alle Gewerbetreibenden und Betriebe künftig regelmäßig zu kontaktieren oder aufzusuchen, was offensichtlich in der Vergangenheit in vielen Fällen unterblieben sei.




