05.10.2008 - www.schoene-nachrichten.de
Vogelsbergkreis. Der Vorstand der Acti-Med AG in Freiensteinau, Andreas Schwalb, strahlte - wie sein 1997 gegründetes Unternehmen - Selbstbewusstsein und Optimismus aus: "Wir wollen Weltmarktführer werden", sagte er fast beiläufig, während er Landrat Rudolf Marx in die Geheimnisse der Stahlkanülenfertigung in der Medizintechnik einweihte.
Das Unternehmen Acti-Med AG stellt unter anderem täglich rund eine Million Kanülen her. Hierfür ist ein extrem aufwändiger Ablauf-, Kontroll- und Dokumentationsprozess zu bewältigen, denn die Abnehmer der Medizintechnik fordern absolute Sicherheit. Die Kanülen werden geschliffen, montiert, verpackt und sterilisiert.
Die Produktpalette umfasst Metallkanülen für Glasspritzen und Kanülen mit Kunststoffteilen in den Größen von einem Viertelmillimeter bis zu fünf Millimetern Durchmesser. Das Unternehmen vertreibt Produkte unter eigener Marke und entwickelt und produziert Kanülen, die unter Kundenname vertrieben werden. Die Verpackung der Produkte, die eine Sterilisation einschließt, muss höchsten zertifizierten Standards genügen, wobei das Unternehmen durchgängig mit Hilfe eines ausgeklügelten Qualitätsmanagements die Anforderungen deutlich übertrifft.
1997 wurde das Unternehmen in Biebergemünd gegründet und verlagerte 2001 den Sitz nach Freiensteinau. Den Standort in der Mitte Hessens, Deutschlands und Europas, nahe der Autobahn 66, bezeichnete Firmeninhaber Schwalb als "logistisch sehr gut". Die Firma liefert die Produkte in die ganze Welt. Seit 2002 ist das Unternehmen eine Aktiengesellschaft mit mehr als 15 Einzelaktionären. Sie beschäftigt mittlerweile 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus vielen Nationen und bildet jährlich einen Industriekaufmann aus. Das Unternehmen erzielte 2007 einen Bruttojahresumsatz von fünf Millionen Euro.





